Mittwoch, 2. November 2011

Trick or Treat und andere Gruseligkeiten

Ich glaube, wenn ich alle Kürbisse, die ich jemals in Deutschland gesehen habe addiere, komme ich nicht auf die Summe, die ich in den letzten vier Wochen hier gesehen habe. Allein vor dem Haus des Bürgermeisters lagen geschätzte 40. Wahrscheinlich ist dieses die einzige Zeit im Jahr, in der hier auch mal ein Gemüse auf dem Teller landet. ;O) Aber nicht nur Gemüse verziert die Hauseingänge. Ganz im Gegenteil ... Amis wären nicht Amis, wenn sie nicht noch ganz andere schöne Dinge in Petto hätten.



 





Da wird der Vorgarten auch schon mal in einen Friedhof umgewandelt.









 ... Oder auch das gesamte Haus zum hell erleuchteten Gruselkabinet umfunktioniert.


Das Haus meiner Nachbarn gegenüber



Der Ein oder Andere übertreibt dabei auch gerne.



Ein Einfamilienhaus in Minneapolis
















 Natürlich blieb auch das CVA nicht verschont.













 Am Halloween Abend haben wir uns dem ganzen Wahnsinn dann angepasst.












  Die Kostümauswahl bei Target war jedenfalls groß und vielseitig genug.









Sehr schön war es auch, die Kids am Halloweenabend zu beobachten, wie sie von Haus zu Haus maschierten, um Süßigkeiten zu erschnurren. Ich saß an dem Abend in der Uni und konnte das ganze Treiben vom Fenster aus beobachten. Das ist hier ein wahre Völkerwanderung. Allein vor unserem Schulgebäude standen zum Teil 20 Gruselmonster auf einmal. Wer eine Runde lachen will, sollte sich diesen Link rein ziehen: http://www.youtube.com/watch?v=_YQpbzQ6gzs&feature=share

Neben den ganzen Halloween Parties, den dekorierten Häusern und den nach Süßigkeiten bettelnden Kindern gab es auch eine Vielzahl an Hunted Houses. Vergleichbar mit dem Hamburg Dungeon. Das habe ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen.

Ich freue mich jedenfalls schon auf die Weihnachtszeit!!! :o)

Samstag, 15. Oktober 2011

Indian Summer – Herbst in Minnesota

Und bevor der Winter nun komplett Einzug hält, hier noch schnell meine Herbst-Impressionen.























Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kanu-Trip, Brule

AUSZEIT!!!

Das tat echt gut. Ein ganzes Wochenende draußen in der Natur – ohne Computer!
Mit einer Gruppe von etwa 20 Leuten ging es nach Brule, in die Nähe vom Lake Superior. Freitag Abend angekommen dinierten wir in einem Fischrestaurant, welches man eher als Frittenbude betiteln sollte. Ich habe noch nie 20,- für ein derart schlechtes Essen bezahlt. Der Campingplatz war wirklich ein "Campingplatz" – fern ab von jeglicher Zivilisation – so ganz ohne sanitäre Anlagen und Strom – mitten im Wald. Hauptsache ich hatte Föhn und Glätteisen dabei.;-) (Mella, du wirst es nicht glauben, aber ich lebe noch). Das war jedenfalls das erste Mal, dass ich mir meine Zähne an einem Fluss geputzt habe. Und was soll ich sagen? Ich fand's irgendwie gut. :-) Ein bisschen habe ich mich wie Yogi Bär gefühlt. Nachdem ich mir am nächsten Morgen von einem Squirrel das Sandwich klauen lassen habe, verbrachten wir den Tag komplett auf dem Fluss im Kanu. Ich habe selten eine so schöne Landschaft gesehen. Es herrschte absolute Ruhe. Mal war der Fluss weit und ruhig, dann wieder schmal und wild. Wir mussten uns durch umgekippte Bäume kämpfen, haben Adler und riesige Adlerneste in den farbdurchtränkten Bäumen gesehen. Da wurde selbst ich zum Naturburschen. Abends wurde es sich dann am Lagerfeuer mit Marshmallows und Whisky bequem gemacht. Am Sonntag auf dem Rückweg machten wir dann noch kurzen Halt am Superior Lake.

Fazit des Wochenendes: Ich bin tiefenentspannt und Sprühkäse ist geil.












Meine Lehrer John und Nick



Bloody Mary

Bar, irgendwo im Nirgendwo ... Hauptsache die Socken sind hoch gezogen.







Sonntag, 9. Oktober 2011

Arbeitˆ3

Für alle die sich fragen sollten, wo ich die letzten Wochen war und was ich getrieben habe – hier die Antwort:



Das Arbeitspensum am College ist enorm. Ich habe vier Tage die Woche Unterricht. Immer von 15-22 Uhr. Wir haben aber derart viel zu tun, dass ich Abends nach der Uni immer noch mal an den Schreibtisch und mir den Wecker täglich auf 6.00 Uhr stellen muss. Viel Freizeit bleibt da nicht übrig. Der Kommentar eines Lehrers war: „Wir wissen, dass das viel ist, aber die Jahrgänge vor euch haben das auch irgendwie geschafft.“ ... Na denn! „I‘m behind“ oder „I‘m sooo tired“ gehören hier zu den Standard-Aussagen eines jeden Studenten. Und die ganzen Coffee-To-Go Becher wirken fast schon wie ein stylisches Mode-Accessoire. Mein Becherchen beinhaltet in der Regel „blended coffee“. Eigentlich benötigt man für die Bestellung eines Kaffeegetränkes noch mal ein Extra-Studium. Das System versteht hier keiner. Da ist jede Bestellung eine neue Überraschung und man kann schon mal Kürbisgeschmack erwischen. :-D Jedenfalls ist die Schule recht streng. Es sind lediglich drei Fehlzeiten pro Kurs zugelassen. Ein Zuspätkommen von 10 Minuten gilt bereits als eine komplette Fehlzeit. Dennoch sind die Lehrer absolut nett und engagiert. Die kleinen Kurse gewährleisten eine wirklich gute und individuelle Betreuung. Ich habe hier in fünf Wochen schon mehr gelernt als bei manchen Kursen in Deutschland in einem ganzen Semester. Was mir außerdem gut gefällt, dass man hier auf die Arbeitswelt vorbereitet wird. Jedes Projekt muss am Ende so aufbereitet werden, dass es direkt im Portfolio aufgenommen werden kann. Im letzten Semester vor der Thesis muss jeder  das Portfolio noch einmal aufpolieren, seine eigene Geschäftsausstattung und seine eigene Webseite kreieren. Desweiteren werden schon während des Studiums Kontakte zu Agenturen und Studenten aufgebaut.



Das Studium ist super. Ich freue mich aber auch schon auf Mitte Dezember, wenn das Semester rum ist und ich ganz viel Zeit habe, das Land noch mal in vollen Zügen zu genießen.

Anbei ein paar Auszüge meiner Arbeiten.




Expressive Typography: "The Tale of Soupy-Kaspar"



Visitenkarte, VS

Visitenkarte, RS




Screendesign "My Year Abroad"




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